Gendoping wird von der Welt-Antidoping-Agentur als eine nichttherapeutische Verwendung bezeichnet, wobei es hier vor allem um den Einsatz von genetischen Elementen, Zellen oder ganzen Genen oder Gentypen geht.
Auch die Beeinflussung der Gene, um beispielsweise die Müdigkeit zu unterdrücken, Leistungen zu erhöhen oder ein größeres Wachstum zu erzielen, fällt in diesen Bereich. Allerdings vermischt sich dieser Aspekt wiederum mit einer anderweitigen Auffassung durch die Pharmakologie, da es bereits seit Jahren Medikamente und Wirkstoffe gibt, die sowohl in der Medizin als auch in der Lebensmitteltechnologie zur Anwendung kommen, und beispielsweise in die Gruppe der so genannten anabolen Steroidhormone fallen. Diese wirken sich ebenfalls leistungssteigernd und müdigkeitshemmend aus und sind somit ein Eingriff in den Organismus des Menschen. Grundsätzlich werden zwei verschiedene Verfahren zum Gendoping gerechnet, wobei beide aber nach einem anderen Prinzip arbeiten bzw. funktionieren. Die Zielsetzung bleibt jedoch die gleiche und wird beispielsweise auch im Kraftsport und im Bodybuilding angewendet. Hier besteht das wesentliche Problem sicher darin, dass ein Selbstdoping von Sportlern keine Straftat nach dem geltenden Recht darstellt. Somit wird es auch in Fitnessstudios nicht kontrolliert. Inwieweit Doping zum Problem wird, hängt allerdings von jedem einzelnen selbst ab, wobei momentan gemäß verschiedener Umfragen noch eine relativ große Hemmschwelle zu verzeichnen ist. Zum Problem wird Gendoping immer dann, wenn Extreme erzielt werden sollen. Eine Aufklärung junger Sportler ist deshalb wichtig.
